Kler (OmU)

Ein Spielfilm über die katholische Kirche rüttelt Polen auf.

„Kler“ von Regisseur Wojciech Smarzowski kritisiert Macht, Lust und Geldgier des Klerus – und hat eine heftige Debatte ausgelöst. Im Mittelpunkt des Films stehen drei Geistliche, die alle sprichwörtlichen „Dreck“ am Stecken haben und daher gut in das zuletzt kolportierte Bild der Kirche passen: Pater Lisowski ist ein Parvenü, der von einer Karriere im Vatikan träumt und junge Messdiener missbraucht. Pater Trybus ist Seelsorger in der Provinz und bricht das Zölibat. Und über ihnen regiert ein bestechlicher Bischof, der sich gern von Prostituierten auspeitschen lässt. Einzig Pater Kukula scheint ein »fleckenloses« Gewand zu tragen und wird zu Unrecht des Kindesmissbrauchs beschuldigt. Ebenfalls brisant: Der bigotte Bischof kann auch nur deshalb straffrei agieren, weil sich zur rechten Zeit die politischen Schutzschirme öffnen.

Bereits am ersten Wochenende brach der Kinofilm Klerus (polnisch: Kler) sämtliche Rekorde in seinem Heimatland. Seit der Premiere wollten schon über 2,5 Millionen Polen das zugespitzte Sittenbild über die katholische Kirche sehen.

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AB 16 JAHREN / 134 MINUTEN