Ein neues Kino

Im Oktober 2015 begannen in den Kellerräumen am Markt 5 Bauarbeiten. Das Ziel: Ein neues 2-Saal-Kino im Herzen der Stadt sollte entstehen, für all jene, denen der Schillerhof ein Stück zu weit draußen ist und die im Cinestar nicht das finden, was sie suchen.

Die Arbeiten starteten mit der Entkernung der Räume, die bis ca. 2011 als Photostudio und Friseur dienten und seitdem leer standen. Die ca. 220m², so der Plan, sollten genutzt werden für einen großen und einen kleinen Saal sowie ein geräumiges Foyer, dass vor und nach dem Kinobesuch zum Verweilen einlädt.

In Phase zwei wurde die Anordnung der Säle geplant, es wurden Stützbalken eingezogen und Wände gebaut - all das unter der Vorgabe den offenen Charakter des Foyers beizubehalten und gleichzeitig einen industriellen Look zu erreichen. Darum wurde z.B. auf Verkleidungen von Heizungs bzw. Lüftungsrohren u.ä. verzichtet.

Der kinotypische Umbau begann dann mit dem Einbau von Podesten, dem Verkleiden der Saalwände mit Tektalan sowie anschließendem Streichen und dem Verlegen von Teppich in den Sälen. Außerdem bekam das Foyer einen grauen Anstrich, Stichwort: Industrie-Look, ein Leitsystem zu den Sälen, zum WC und zum Aufzug sowie als Blickfang einen Kino-Schriftzug im Eingangsbereich. Auch die Beleuchtung des gesamten Kinos wurde in diesem Zeitraum realisiert.

Im letzten Schritt wurden die Kinostühle eingebaut, die Leinwände gespannt und die Kinotechnik im 2k-Standard installiert. Das Foyer erhielt einen Tresen, Teppichboden und Sitzmöglichkeiten, die Lüftungsanlage wurde hinter einem Vorhang versteckt. Für die Außenwirkung wurden am Eingang ein Leucht- und ein Reklameschild angebracht. Im Zugangsbereich werden in Plakatrahmen die aktuellen Filme vorgestellt.

Die erste Vorstellung in Saal 1 mit 58 Plätzen lief am 08.01., am 14.04. folgte die Eröffnung von Saal 2 mit 28 Plätzen, nachdem dort noch kleinere Nacharbeiten eine Nutzung verzögerten.

Das Vorhaben, ein zweites Arthouse-Kino im Stadtzentrum aufzubauen, wurde spätestens mit diesem Tag Mitte April vollendet.

Möglich wurde die Realisierung des Projektes auch dank eines Zuschusses durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, kurz EFRE.